Sonntag, 20. März 2016

Diese Geschichte widme ich der Ute ihren Staubsaugern und ihrem Shark (was immer das ist)die auch keine lustige Woche hatte und ein bisschen Aufheiterung vielleicht gebrauchen kann. Schlamm:


Das Wetter ist so wie ich es nicht will. Ich will entweder plus Dreißig Grad und Trockenheit, oder Minus Zehn Grad und Trockenheit. Warum ich diese bei Landwirten unbeliebten Wetterlagen so liebe? Dafür gibt es einen, mir verhassten Grund, den  Schlamm.
Ich steh in der Küche, die mit einer Terrassentüre direkt mit dem Garten verbunden ist und schau auf den Boden der eigentlich ein roter Terrakottaboden ist. Die Farbe ist eher braun oder grau.
Rico steht neben mir, ich frag ihn „Rico was ist das?“
Rico: Schlamm! bezeichnet ein Gemisch aus fein verteiltem, überwiegend sehr feinkörnigem Feststoff und einer vergleichsweise geringen Menge Flüssigkeit, meist, aber nicht notwendigerweise, entstanden durch Sedimentation. Also Gatsch.
Ich: Sehr gewählt formuliert. Und wie kommt er daher?
Rico: Durch die Gummistiefeln von der besten Ehefrau und deinen Schuhen.
Ich: das ist nur ein kleiner Teil. Ich sehe hier tausende Hundepfoten.
Rico: Ich will die mal drauf aufmerksam machen das die Fläche einer Hundepfote nur einen Bruchteil von deinen Quadratlatschen ausmacht und damit ein Pfotenabdruck von dir ein vielfaches  des Footstep eines Eurasiers ausmacht. Also kehre vor der eigenen Türe. Er dreht sich um und verlässt das Haus durch die Hundeklappe.
Ich seufze, irgendwie hat er ja recht, die Profile der Schuhe nehmen bei diesem Wetter Unmengen an Gatsch auf, der bei uns eine sehr klebriger einer ist, man kann fast damit töpfern. Gehst du durch den Garten, wächst du schnell über dich hinaus.(Wegen der Packeln auf deinen Schuhen)
Aber wir reduzieren den Aufenthalt draußen bei solchen Wetter auf das Minimum die Hunde nicht, aber rein wollen sie gefühlte 1000 mal. Klappe raus Türe rein bis die Knie krachen vom aufstehen. Und dann die sieben Katzen und die penetranten Hühner die jeden Versuch zu lüften zum überfallsartigen Stürmen des Wohnzimmers benützen und durch das halbe Haus laufen bis man sie endlich wieder rausgeschmissen hat. Und ja auch Hühner tragen Schmutz rein sie machen Abdrücke und sind nicht immer stubenrein.
Rico steht vor er Türe er will wieder rein.
Rico: Also ich geh nicht so oft raus ich mag diese Frischluft nicht so gerne(das stimmt Rico ist ein ausgesprochener Stubenhocker). Wenn ich rausgeh dann muss ich das!
Ich: Rico Ich weiß du bist mein bester und weißt du was? So ein brauner Boden ist ja ganz reizvoll.
Eigentlich wollte ich aufwischen, aber der Wetterbericht sagt schwere Regenfälle für Nachmittag voraus. Also warum jetzt wischen wenn in drei Stunden alles wieder dreckig ist.  Sagt der Rico auch.


Bedenktage:


„Niko“, hat die beste Ehefrau von allen gesagt, „Niko so geht das nicht weiter. Gestern hat die Renate geraunzt wegen Geschichte und so und heute hat sie auch noch Geburtstag! Niko, du musst was tun.
Darauf Ich: Hab ich doch eh! Ich hab meine ganze Kreativität zusammengerafft und geschichte klein geschireben gepostet. Eine Metapher für kleine Geschichte, symbolistisch, genial minimalistisch.
Darauf die beste Ehefrau: Red keinen Schas, das Labern hat ein Ende du schreibst jetzt sofort was, ich kann mich ja auf Facebook nicht mehr blicken lassen.
Und so wird unendlicher Druck aufgebaut auf einem vom Schicksal der anderen gebeutelten Mann, der einmal der Kasperl war.
Mal  ehrlich, seit ziemlich genau fünf Jahren habe ich Geschichten geschrieben über Hunde und Menschen. Seit ziemlich genau vier Jahren tu ich das auf Facebook und seit ca vier Monaten fällt mir nicht mehr viel ein, bzw. das was mir einfällt sind Wiederholungen. Ich muss mich also neu erfinden und der Kasperl auf meinem Profilbild ist auch nur meiner Faulheit geschuldet. Der Rico meint das auch. Er meint als promovierter Historikerhund( wo verdammt noch mal hat der promoviert, der ist genauso ein Hochstapler, wie mein Onkel den alle für einen Akademiker gehalten haben obwohl er nicht einmal die Matura hatte, er ist aber hochgebildet und spricht mehrere Sprachen, während der Rico das ist nicht und nur mehrere Futter spricht, die allerdings sehr deutlich) ist es unter seiner Würde in meinen Geschichten entweder den Gscheiten oder den Blöden zu spielen er möchte gerne politische Kommentare sprechen über die Befindlichkeit der Welt.
Worum es da gehen würde und er meinte über die Rolle des Hundes in der islamischen Welt oder ob im Hundefutter Schweinefleisch enthalten sein dürfe oder ob das Beschnüffeln einer läufigen Hündin politisch korrekt sei oder sexuelle Belästigung. Ob Veganismus für Hunde gesund sei ob man von Hunden oder HundInnen sprechen soll und…..
Ich bin sprachlos und verbite meinem Hund sofort die Benutzung der sozialen Netzwerke und beschränke das Fernsehen auf ein Stunde pro Tag.  Weiters gehen wir sofort spazieren und üben politische Incorrectness.
Fassungslos schau ich auf den Text den ich da verbrochen habe. War ich das etwa ich? der NSAE kann es nicht sein ihre Antenne ist unter Schneemassen begraben und daher ist die Kommunikation auf Telefon beschränkt.
Ich starr auf den Bildschirm und denk nach. Eigentlich wollt ich was dazu schreiben, das die Gabi und ich seit vier Jahren auf Facebook befreundet sind. Dafür gab es zwei Gründe. Am Anfang die Gründung eines zweiten Eurasiervereins in Österreich. (Was ist eigentlich aus denen geworden vielleicht gar ein Dritter?) Die eine Dame die das angezettelt hat ist glaub ich nicht mehr dort und firmiert unter dem Eidgenössischen Zollverein(EZV).
Damals was die Gabi noch unter ihrem Facebookavatar  Atreju unterwegs. Der zweite viel traurigere Grund war der Tot eben jenes Atreju der Gabi ihres Freundes und Avatares beraubte und mir kurzer Zeit später eine wunderbare Freundin im realen Leben schenkte …..und den Dieter.
Jetzt trennen sich unsere Wege weil Gabi kann weder Essen noch gehen und damit können wir uns nicht gemeinsam beschäftigen, aber Rippen haben sogar bei der Gabi die Eigenschaft irgendwann einmal wieder zusammenzuwachsen.
Damals war auch unser E-Wurf in der Röhre und damit kommen wir zum zweiten Grund warum ich die Wochen was schreiben wollte, obwohl Unlust und hohles Gefühl im Kopf mich davon abhalten sollten.
Die Renate ist dann Zeitnahe auch vor vier Jahren aufgetaucht mit meinen „Veröffentlichungen“ auf Facebook. Seitdem kann ich mich nicht ewig vor Geschichten drücken, weil sonst schallt es aus dem Internet „Gschichtl!!!“ und verstärkt durch meine Frau schreib ich dann halt was, auch wenn es ein Schas ist.
Übrigens das mit dem neu erfinden, ich hab da schon eine Idee: Zwischen den politischen Kommentaren vom Rico werde ich der drittgrößte Verhaltensforscher der Welt nach Konrad Lorenz und Kurt Kotrschall. Mein erstes Forschungsgebiet:“Warum mögen mich meine Enten nicht? Ein zweites Buch, das Kurts Forschungsarbeiten zum Anlass nimmt wird heißen:
 Vom Wolf zum Eurasier, von der Höhle nach Lengley, vom Heulen in die sozialen Netzwerke.
Toller Titel nicht? Da schreibt es sich schon fast von selber.
Jetzt muss ich kurz nachschauen: Kommen Eurasier in der Geschichte vor….. wenig aber doch, aber es reicht. Und alles Gute Renate und gute Besserung Gabi übrigens Gabi ich hätt da noch irgendwo einen alten Rollator……. Niko!!!!
Übrigens ich wird mich dann Wurschtel nennen, dann brauch ich das Profilbild nicht zu tauschen.



Ein Jahresrückblick oder?


Erst einmal eine Begründung meiner Abstinenz. Es gibt mehrere Gründe. Erstens einmal die Weltlage. Di Ereignisse im Herbst haben mir die Red  verschlagen. Näher eingehen will ich darauf nicht mehr, das hab ich schon getan in meinen letzen beiden Wortmeldungen bevor ich mich eine Weile zurückgezogen hatte. Zweitens private Gründe die zwar nicht mich persönlich, aber liebe Freunde betroffen habe über die ich mich auch nicht näher äußern möchte. Und drittens hatte ich den Eindruck, dass sich mein Gschichtlformat ein wenig abgenützt hat. Eingefallen ist mir auch nix mehr und so hab ich Facebookgefastet und eigentlich nix von mir gegeben. Dass ich richtig lag hat mir gezeigt, dass es eigentlich niemanden wirklich aufgefallen ist. Ich geb zu es war nicht unangenehm. Ich hätt es auch noch länger ausgehalten, aber die beste Ehefrau von allen meinte ich muss, lso muss ich. Es ist ja nicht so dass das Märchenwaldrudel aufgehört hat zu existieren, oder ich aufgehört habe ihnen zu zuhören. Und so ist auch dieser Gesprächsmitschnitt entstanden.
Nach dem Spazierengehen liegen die fünf Eurasier und die Jenny beieinander und philosophieren.
Rico: Also ich als Historikerhund muss euch jetzt fragen, wie war das Jahr für euch?
Aurelia: Also zu fressen hat es immer pünktlich gegeben, dafür hab ich gesorgt, als Gewerkschaftshund.
Isi: Zwei neue Enten sind gekommen und eine hat sich als Ente eingeschlichen und ist dann ein Erpel geworden. Frauchen wollt sie schlachten aber der Kasperl hats nicht zugelassen weil er nur halb so panisch reagiert wie die anderen.
Rico: Das heißt er kriegt nur einen Herzinfarkt, wenn der Kasperl sich nähert und nicht zwei, wie die anderen, chr,chr,chr!
Jenny: Ich bin von der Polizei verhaftet worden, als ich wieder einmal auf der Flucht war. Aber jetzt sind alle Löcher zu und so muss ich mich wieder mit dem Hühnerfutter beschäftigen.
Alle: Kusch Beagle!!
Jenny(rebellisch) Deshalb will ich ja immer fliehen.
Colleen: Ich bin jetzt ein Rocker, weil die Helene Fische mag ich nicht mehr. Ich steh jetzt auf The Who sie singt: Who are you hu hu hu hu.
Rico: Bin mir net sicher ob das bei dir besser klingt als Atemlof chr,chr, ch.
Colleen: Trottel!!Ih will von der Gabi ein Nietenhalsband damit ich nicht mehr so lieb ausschau.
Rico: Des brauch i net weil ich bin eh schwarz und deshalb immer ein Rocker. Who are you, pfft. Hells Bells, das ist Rock!
Gelia: Eine kleine Katze ist zu uns gekommen und seitdem ist der Dieter ganz deppat mit ihr. Aber sie ist auch süß und die Colleen hat sich vor ihr gefürchtet. Chr,chr chr.
Colleen: Hab ich gar nicht. Na ja ein bissel gruslig war sie schon.
Rico: das kann ich toppen, wir haben zum Krümel einen Brösel bekommen und wenn der in die Hose knattert riecht er echt lecker.
Colllen: Ja und wir haben dem Lipsi erklärt, dass er ein Eurasierpferd ist und deshalb anders als die anderen, seitdem reitet die Gabi nur mehr rückwärts.
Alle: Chr,chr chr.
Rico: Also war richtig was los letztes Jahr.

Und wisst ihr was, ich beneid sie um ihren Jahresrückblick, er ist so herrlich ungetrübt.

Biedermeier:


Heute war ich mit den Hunden spazieren, alleine, weil die Gabi den Lipsi verbinden musste. Das Wetter war enden wollend, es hat geregnet, aber das macht nix.
Die Hunde waren vergnügt nur der Rico hat ein paar Krapfen in den Wald gelegt, da brauchst eine ABC Schutzausrüstung. Also hatte ich Zeit nachzudenken, nachzudenken über das Leben.Ich habe mir gestern menen Frust vom Leib gescrieben und eine für mich ungewöhnliche Reaktion erfahren. Kein einziger Kommentar, aber dasfür haben viele Menschen den Text geteilt. Offenbar auch ein Zeichen der Zustimmung, aber für mich ungewohnt. Aber was soll man schon drauf sagen.
Dann war mein Facebookaccount heute Blau Weiß Rot, weil fast alle ihre Profilbilder mit der Tricolore unterlegt haben. Ich habe auch Kritik an dieser Praktik gelesen, aber ich finde eigentlich, das es ein schönes Zeichen der Solidarität ist, uch wenns nicht bringt. Und wenn man schreibt ob wir das auch machen wenn ein Attentat in Somalia oder im Irak stattfindet. Ich sage nein, dass tun wir nicht, weil natürlich ist das schlimm wenn es in Afrika oder im Nahen Osten passiert, aber das mit Paris diese unglaublich niederträchtige Art des sogenannten niederschwelligen Krieges kann uns in Wien oder Berlin auch jederzeit treffen. Daher ein Zeichen von Europäern für Europäer. Alles andere wäre verlogen und und auch nicht machbar, weil da müsste man ja jeden Tag eine andere Nationalflagge auf sein Facebookprofil klatschen. Damit wäre dieses Zeichen der Solidarität so schnell ausgehöhlt und sinnentleert.
Aber auch etwas anderes habe ich reflektiert. Nachdem ich heute die Zeitungen gelesen habe und div. Nachrichten gesehen habe, reichts mir endgültig.  Mit der Presse weil untergründig schon wieder das Gespenst der Flüchtlinge die auch Terroristen sein könnten. Sicher ein furchteregender Gedanke, aber werden wir nicht dauernd mit Zahlen manipuliert? Nehmen wir an, der eine aus Paris ist wirklich ein mit der Flüchtlingswelle mitgereister Terrorist. Bei ca. ein Million Flüchtlingen ist dann in Prozenten? Die anderen scheinen Franzosen gewesen zu sein. Die meisten Anschläge in Europa wurden von Bürgern der Länder ausgeführt. Kinder von Migranten, die wahrscheinlich nicht das Gefühl haben in irem Land angekommen zu sein. Auch hier ein verschwindend kleiner Prozentsatz, die anderen sind gut integriert, lieben ihre neue Heimat und manchmal sterben sie auch für sie, als Angehörige der Polzei oder des Heeres oder als unschuldige Opfer.
Zweiten die Politik: Vollmundig werden irgendwelche Gelder versprochen die an und für sich schon lächerliche Beträge sind(natürlich nicht für mich aber für die europäische Volkswirtschaft). Für die Scheiß Banken war ein vielfaches möglich. Und dann schaffen sie es nicht einmal die paar Netsch auf zu stellen.

Fazit ich schäme mich für die Politik und die Presse kotzt mich an, also was bleibt? BIEDERMEIER!! Und was st der beste Ort dafür FACEBOOK. Da werden kleine Hunde und kleine Katzen gezeigt, lustige Geschichten und dumme Sprüche gepostet und ich schreib komische kleine Geschichten und scheiß auf den ganzen Zinober. Ich will und kann mich nicht mit Menschen belasten die nur Worthülsen und Angstmache verbreiten. Gott wi wäre ich froh wenn einmal ein Politiker sagen würde, ich weiß nicht wie es weiter geht wir versuchen die Probleme des nächsten Tages zu lösen und vielleicht irgendwann bekommen wir den Rest auch in den Griff, anstatt von Zäunen und Festung Europa zu sprechen und Lösungen vorgaukeln die es nicht gibt. Also auf ins Biedermeier und später wieder Hundegeschichten.

My Generation:


Frage, haben wir versagt? Unsere Generation ist im Augenblick an der Macht. Eine Geneation die keinen unmittelbaren Krieg erlebt hat, die alle Voraussetzungen hatte die Welt besser zu machen. Demokratie, Sozialsysteme, alles wurde uns faktisch in die Wiege gelegt. Und was haben wir erreicht?
 Der kalte Krieg wurde beendet um ein paar Jahre später durch kalte Krieger in einen neuen kalten Krieg zu enden. Die Umwelt ist zerstört, das Friedensprojekt der Eu steht vor dem scheitern. Die Sozialsysteme bröckeln durch den Heuschreckenkapitalismus. Unsere Politiker sind kaum mehr Vorbilder und Integrationsfiguren sondern jämmerliche Gestalten. Wenn einer einmal sagt was er denkt wird er möglichst schnell von den sozialen Medien und seinen Kollegen demontiert. Durch falsch  verstandene Sparpolitik wurden Gelder für Entwicklungshilfe und UNHCR gestrichen, was zu einer in der Geschichte noch nie da gewesenen Flüchtlingsbewegung von Süd nach Nord führte und da ist Syrien nur eine Randerscheinung. In unseren Gesellschaften sind Humanität und Toleranz zu leeren Hülsen geworden. Jeder kämpft gegen jeden im kleinen Raucher gegen Nichtraucher, Hundehalter gegen Eltern wir werden bis in die tiefste Intimsphäre kontrolliert und helfen dabei mit Apps auch noch mit .Im Großen, Islamismus gegen den Rest der Welt, die USA eröffnet immer neue Baustellen,  die sie dann sich selbst überlässt und die Welt kein bisschen sicherer Mach. Banken sind die neuen Staaten die sich die Politik Untertan machen und so weiter da könnte ich Seien füllen. Wir werden belauscht überwacht und gegängelt und trotzdem findet Big Brother selten die richtigen. Auch ich poste das auf Facebook und wer weiß wer das lesen wird
Aber wo Schatten ist ist auch Licht. Man denke nur an die großartigen Leistungen der Zivilgesellschaft, die sich auch nicht durch die seltsamsten Auswüchse der Bürokratie nicht stoppen lassen.(Ich denke hier an die Anordnung in Spielfeld privat gekochte Suppen, die an die Flüchtlinge verteilt wurden, nach der Allergenverordnung zu kennzeichnen, oder das Verbot Äpfel zu verteilen weil man sie dort nicht waschen kann). Überall wo der Staat versagt, treten engagierte Private auf und helfen, wo sie können.
Aber wie kann es sein das unsere Generation ohne Krieg und Not unsere Welt in so einen Zustand versetzt hat. Alle Menschen die ich kenne sind einzeln gesehen gute Menschen und in der Masse werden wir zum größten Schädling der Weltgeschichte mit dem Potential uns selbst von dieser Erde auszuradieren. Anstatt die Idee von Demokratie und Humanität weiterzuverbreiten, haben wir Menschen, die lebten und aufgewachsen sind zu menschlichen Bestien zu machen, die sich selbst in die Luft sprengen um unschuldige Menschen zu töten. Was damit angerichtet wird kann ich am eigenen Leib spüren. Die Tötung von Dschihady John hat bei mir grimmige Genugtuung ausgelöst, obwohl ich ahne das dutzende Menschen(wenn nicht hunderte oder tausende) sterben mussten bei sogenannten Kollateralschäden. Man hat ein ungutes Gefühl, wenn man in der U-Bahn neben einem orientalischen Typ steht, obwohl das in 99,5% der Fälle unbegründet ist. Man bekommt Aggressionen bei bärtigen Männern und verschleierten Frauen, auch wenn diese harmlos sind und Bart und Kopftuch vor vierzig Jahren bei uns am Land total üblich war. Man sitzt vor dem Fernseher und verroht, weil man unglaublich viel Leid sieht und unsere Politiker die über Zäune streiten oder rechtpopulisten irgendwelchen Unrat verbreiten, der nur blöd ist. Du siehst Leute die helfen und protestieren, aber nichts was dich positiv stimmt.
Wir haben nichts gelernt und wir werden wahrscheinlich nichts lernen, weil wenn Emanzipation mit dem blöden Binnen I abgespeist wird oder der Umweltminister sich mit einem Kohlkopf abbilden lässt. Wenn Politik immer mehr zum Aktionismus wird und immer inhaltsleerer, wenn man bei den Grünen immer mehr diktatorische Züge entdecken muss, wenn Gutmenschen sich überlegen und besser alle andere fühlen, dann muss ich sagen wir haben versagt und können nur hoffen. Hoffen, dass unsere Kinder das Steuer herumreißen und eine Aussöhnung zwischen Nord und Süd, arm und reich herbeiführen können. Wir können es nicht, weil wir faul, verwöhnt und hilflos geworden sind.

So das war jetzt nicht lustig, ber ich fühle mich nicht lustig. Mein Mitgefühl gehört allen unschuldigen Menschen die ihr Leben verloren haben und geliebte Angehörige. Mein Mitgefühl gehört jenen Menschen die den Wahnsinn überlebt haben und den Rest ihres Lebens darunter leiden müssen. Mein Mitgefühl gehört den Menschen in Frankreich, aber auch in Syrien, Irak, Afghanistan in Afrika in Myanmar in Israel und Palästina und wo sonst noch. Unsere Welt ist vernetzt und wenn ein unschuldiger Mensch irgendwo auf der Welt stirbt, kann es passieren, dass genau deshalb ein unschuldiger Mensch in Paris, London, Madrid oder New York aber auch in Tel Aviv Istanbul oder Wien sterben muss. Ich könnte jetzt schreiben hören wir auf damit aber das werden wir nicht.

Wieder einmal:


Der neunte November ein Datum an dem immer wieder bedeutende Dinge passieren. Wer nachlesen will kann das in meinem blog tun www.eurasier-casvalon.blogspot.com . Auch heute ist wieder ein Datum das in die Geschichte eingehen wird, vor allem in der Kunstgeschichte und vielleicht auch in der Seitenblicke Geschichte. Heute ist Ernst Fuchs, der österreichische Malerfürst und eine schillernde Persönlichkeit der Society gestorben. Er wurde 85 Jahre alt.
Manchmal ist es mir schon unheimlich, das sich an diesem Datum immer wieder historisch relevante Dinge ereignen oder ereignet haben. Das für mich wichtigste Datum ist mein Hochzeitstag. Der standesamtliche. Der kirchliche ist am ersten Dezember. Das ist schlau so hat meine beste Ehefrau jedes Jahr zwei Hochzeitstage.
Ich habe heute wie ich FB geöffnet habe,  habe ich eine Erinnerung erhalten wo meine Hochzeitstaggeschichten wieder gesehen habe und so hab ich mich entschlossen heute wieder eine zu schreiben. Aber was soll ich schreiben, ich kann doch nicht immer denselben Schmus schreiben.
Also berichte ich von unserem ereignisreichen 37. Hochzeitstag. In der Früh um halb sieben haben die Enten geläutet und ich musste sie raus lassen. Danach bin ich wieder zurück in mein warmes Bett gekrochen und habe meiner verschlafenen besten Ehefrau zum Hochzeitstag gratuliert. Kurz haben uns die Emotionen überwältigt und wir haben Händchen gehalten, bevor wir nochmal kurz eingenickt sind. Solche Momente wilder Leidenschaft sind wichtig für eine Ehe.
Dann Zähne putzen Frühstück und ein bissel was zu tun. Dann hab ich einen Blumenstrauß und ein Kleid gekauft und meiner besten Ehefrau überreicht. Dann sind wir einkaufen gefahren, um Mehl und Zucker im Sonderangebot und in beträchtlicher Menge zu kaufen, weil bald ist Weihnachten und Kekse müssen gebacken werden. Danach hab ich die Hunde gefüttert und habe danach zwei Scheibtruhen Holz gespalten, weil wir gestern Brennholz bekommen haben und es zu wenig gespalten war. Jetz sitzen wir auf unseren Sofas trinken Kaffee und ich schreib das auf.  Nicht spektakulär? Keine Romantik oder wilde Leidenschaft? So schauts aus. Aber das ist nicht wichtig, wir sind 37 Jahre verheiratet, haben fünf Enkel und wir haben noch immer nicht im Lotto gewonnen. Aber ich liebe meine Frau noch immer und sie liebt mich(eines der großen Rätsel der Menschheit).Also sitzen wir auf unseren Sofas und sind froh das wir uns haben. Schön, nicht?
Also alles gute zum Hochzeitstag beste Ehefrau von allen.


Rico und Mimi:

 
Ich hab ja viele Hunde die mich besuchen. Den Rico die Jenny und… die Mimi. Die Mimi gehört dem Alexander meinem Ältesten und ist angeblich ein bretonischer Jagdspaniel. Ich halt sie ja eher für einen bretonischen Jagddackel, aber eigentlich ist das wurscht. Sie ist eine ganz liebe hat aber einige Probleme. Ihr Hauptproblem sind die Hühner. Mimi jagt gerne Hühner und findet e urlustig, wenn sie laut gackernd davonlaufen. Das Problem ist aber da gibt es zwei Hühner, die finden das nicht lustig, und sie sind wehrhaft. Sobald sie der Mimi ansichtig werden schwillt ihnen der Kamm eines hält die Mimi und das andere verhaut sie. Das findet die Mimi wieder gar nicht lustig, die Hühner aber irgendwie schon. 
Weil jetzt brauchen die zwei die Mimi nur sehen und dann jagen sie die Mimi, und Hühner können schnell sein, verdammt schnell. Da hilft dann nur ein schneller Sprung auf irgendein Sofa, weil die sind Mimis Leo.(Leo: Platz beim Fangenspielen wo man nicht gefangen werden kann).
Das zweite Problem für die Mimi ist der Rico. Der Rico ist wirklich ein lieber Hund und eigentlich ganz sanft, aber was mich betrifft ist er eifersüchtig, entsetzlich eifersüchtig. Das beginnt schon wenn die Mimi kommt. Da hüpft sie immer hektisch herum, weil sie alle gleichzeitig begrüßen muss und natürlich auch mich. Wenn das zu begeistert bei mir ist, dann merkt man beim Rico, wie er beginnt zornig zu werden. Die Lefzen zucken nach oben die Ohren wedeln und wenn es zu schlimm wird dann erklärt er der Mimi, das sie jetzt ein wenig ruhiger werden muss und am besten aufhört zu atmen. Diesen Gefallen tut ihm die Mimi nicht, weil die Mimi hat vor nichts Angst, außer vor den zwei streitbaren Hühnern.
Natürlich erlauben wir dem Rico nicht, das er der Mimi was tut, also ist er ein bissel angefressen. Aber was sich heute abgespielt hat war schon ein wenig merkwürdig.
Die beste Ehefrau und ich sind auf unseren Sofas gelümmelt, als unsere Enkel mit Vater und Hund zu Besuch kamen. Die Mimi wie immer sehr begeistert und ist von einem Sofa zum anderen gehüpft und der Rico war etwas verspannt. Dann hat er die Initiative ergriffen. Wie die Mimi wieder einmal das Sofa gewechselt hat, hat er sich zu mir aufs Sofa gesetzt ….und ist geblieben. Nein er ist nicht sitzen geblieben, er hat begonnen Schoßhund zu spielen, hat sich auf mich draufgesetzt, plötzlich war alles schwarz(nein ich bin nicht ohnmächtig geworden),dann hat er sich mit seinem dicken Kopf zu mir gedreht und mir das Gesicht abgeschleckt. Und was macht die Mimi? Die hat sich dann auch noch dazu gesetzt. Der Rico war nicht erfreut, aber da ich zwischen den beiden eingeklemmt war, blieb es friedlich. Aber eines hat der Rico klar gemacht. Ich bin sein Niko und wenn wer anderer von mir Zuneigung will, dann geht’s mir schlecht oder gut das bleibt im Blickpunkt des Betrachters. Ja und spazieren war ma auch gestern und heute und ein paar schlechte Fotos hab ich auch gemacht.