Sonntag, 20. März 2016

Bedenktage:


„Niko“, hat die beste Ehefrau von allen gesagt, „Niko so geht das nicht weiter. Gestern hat die Renate geraunzt wegen Geschichte und so und heute hat sie auch noch Geburtstag! Niko, du musst was tun.
Darauf Ich: Hab ich doch eh! Ich hab meine ganze Kreativität zusammengerafft und geschichte klein geschireben gepostet. Eine Metapher für kleine Geschichte, symbolistisch, genial minimalistisch.
Darauf die beste Ehefrau: Red keinen Schas, das Labern hat ein Ende du schreibst jetzt sofort was, ich kann mich ja auf Facebook nicht mehr blicken lassen.
Und so wird unendlicher Druck aufgebaut auf einem vom Schicksal der anderen gebeutelten Mann, der einmal der Kasperl war.
Mal  ehrlich, seit ziemlich genau fünf Jahren habe ich Geschichten geschrieben über Hunde und Menschen. Seit ziemlich genau vier Jahren tu ich das auf Facebook und seit ca vier Monaten fällt mir nicht mehr viel ein, bzw. das was mir einfällt sind Wiederholungen. Ich muss mich also neu erfinden und der Kasperl auf meinem Profilbild ist auch nur meiner Faulheit geschuldet. Der Rico meint das auch. Er meint als promovierter Historikerhund( wo verdammt noch mal hat der promoviert, der ist genauso ein Hochstapler, wie mein Onkel den alle für einen Akademiker gehalten haben obwohl er nicht einmal die Matura hatte, er ist aber hochgebildet und spricht mehrere Sprachen, während der Rico das ist nicht und nur mehrere Futter spricht, die allerdings sehr deutlich) ist es unter seiner Würde in meinen Geschichten entweder den Gscheiten oder den Blöden zu spielen er möchte gerne politische Kommentare sprechen über die Befindlichkeit der Welt.
Worum es da gehen würde und er meinte über die Rolle des Hundes in der islamischen Welt oder ob im Hundefutter Schweinefleisch enthalten sein dürfe oder ob das Beschnüffeln einer läufigen Hündin politisch korrekt sei oder sexuelle Belästigung. Ob Veganismus für Hunde gesund sei ob man von Hunden oder HundInnen sprechen soll und…..
Ich bin sprachlos und verbite meinem Hund sofort die Benutzung der sozialen Netzwerke und beschränke das Fernsehen auf ein Stunde pro Tag.  Weiters gehen wir sofort spazieren und üben politische Incorrectness.
Fassungslos schau ich auf den Text den ich da verbrochen habe. War ich das etwa ich? der NSAE kann es nicht sein ihre Antenne ist unter Schneemassen begraben und daher ist die Kommunikation auf Telefon beschränkt.
Ich starr auf den Bildschirm und denk nach. Eigentlich wollt ich was dazu schreiben, das die Gabi und ich seit vier Jahren auf Facebook befreundet sind. Dafür gab es zwei Gründe. Am Anfang die Gründung eines zweiten Eurasiervereins in Österreich. (Was ist eigentlich aus denen geworden vielleicht gar ein Dritter?) Die eine Dame die das angezettelt hat ist glaub ich nicht mehr dort und firmiert unter dem Eidgenössischen Zollverein(EZV).
Damals was die Gabi noch unter ihrem Facebookavatar  Atreju unterwegs. Der zweite viel traurigere Grund war der Tot eben jenes Atreju der Gabi ihres Freundes und Avatares beraubte und mir kurzer Zeit später eine wunderbare Freundin im realen Leben schenkte …..und den Dieter.
Jetzt trennen sich unsere Wege weil Gabi kann weder Essen noch gehen und damit können wir uns nicht gemeinsam beschäftigen, aber Rippen haben sogar bei der Gabi die Eigenschaft irgendwann einmal wieder zusammenzuwachsen.
Damals war auch unser E-Wurf in der Röhre und damit kommen wir zum zweiten Grund warum ich die Wochen was schreiben wollte, obwohl Unlust und hohles Gefühl im Kopf mich davon abhalten sollten.
Die Renate ist dann Zeitnahe auch vor vier Jahren aufgetaucht mit meinen „Veröffentlichungen“ auf Facebook. Seitdem kann ich mich nicht ewig vor Geschichten drücken, weil sonst schallt es aus dem Internet „Gschichtl!!!“ und verstärkt durch meine Frau schreib ich dann halt was, auch wenn es ein Schas ist.
Übrigens das mit dem neu erfinden, ich hab da schon eine Idee: Zwischen den politischen Kommentaren vom Rico werde ich der drittgrößte Verhaltensforscher der Welt nach Konrad Lorenz und Kurt Kotrschall. Mein erstes Forschungsgebiet:“Warum mögen mich meine Enten nicht? Ein zweites Buch, das Kurts Forschungsarbeiten zum Anlass nimmt wird heißen:
 Vom Wolf zum Eurasier, von der Höhle nach Lengley, vom Heulen in die sozialen Netzwerke.
Toller Titel nicht? Da schreibt es sich schon fast von selber.
Jetzt muss ich kurz nachschauen: Kommen Eurasier in der Geschichte vor….. wenig aber doch, aber es reicht. Und alles Gute Renate und gute Besserung Gabi übrigens Gabi ich hätt da noch irgendwo einen alten Rollator……. Niko!!!!
Übrigens ich wird mich dann Wurschtel nennen, dann brauch ich das Profilbild nicht zu tauschen.



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