Mittwoch, 25. März 2020

25.03.2020:



Neuer Tag, neues Projekt. Heute waren die Gewürzregale dran. Unglaublich wie pickig das alles war, obwohl Gewürze eigentlich trocken sind. Die Porzellanladen waren besonders schwierig zu reinigen. Aber jetzt ist alles sauber und ich weiß das ich viele Gewürze habe von denen ich keine Ahnug hatte, dass ich sie habe.  Vorteil das Ganze ist oben und nicht unten , der Nachteil es ist im Eck und oben und nicht unten. Weil die Fließen und den Ganzen Schas auf einer Leiter zu reinigen ist auch nicht so toll. Und wieder dasselbe. Wenn du das Zeug auf der Arbeitsfläche zwischenlagerst, ist die Küche voll. Wir sollten lernen nur mit Pfeffer und Salz zu kochen, aber des wird nix, dazu kochen wir zu gerne und essen das Zeug sogar. Und das mit Spaß. Weil für uns ist Essen ein Kulturgut und Essen ist nicht Nahrung, wie Diätologen und Ernährungswissenschaftler Essen bezeichnen. Aber das was die als Nahrung bezeichnen, definiert sich durch „gesunde“ Bestandteil der Nahrung die für mich nach Chemieunterricht klingen und dem Brennwert, nenne ich Fraß.
Aber genug über Ernährungswissenschaften, es gibt kein Essen gegen den Virus es gibt nur Essen das schmeckt oder grauslich isst, wobei das im Auge des Betrachters liegt. Z.B. fermentierter Hering ist in Schweden eine Delikatesse bei uns ein chemisches Kampfmittel. Und aus…
Ich danke übrigens für eure Kommentare über euren Tagesablauf, er war für mich vergnüglich leider hab ich nix gefunden, was mich von meinen unangenehmen Projekten abhält. Aber vielleicht kann ich Kreidefarbe ergattern irgendwie online dann werde ich die grüne Kommode zusammenflicken und mit der besten Ehefrau künstlerisch gestalten. Nachdem ich im Keller die trockene Wäsche geholt habe und vier Semmeln Marke Eigenbau für unsere Fleischlaberln von gestern Abend, bin ich mit den Hunden in den Wald gegangen. Heute wars kalt und es hat geschneit. Es war das erste Mal diesen Winter, dass ich bei Schneefall mit den Hunden unterwegs war. Ist eigentlich schon krass, aber die Greta kann nicht schimpfen, die hat auch Corona. Die Hunde hats nicht gestört mich nur ein bissel. Die Gedanken waren nicht so fröhlich, weil mir erstens die Situation bei unseren Nachbarn aufs Gemüt schlägt und weil der Geburtstag meines Vaters heute ist aber der ist schon 11 Jahre tot. Mittlerweil sind fast alle meine Freunde Vollwaise, aber auch Freunde meiner Kinder haben schon teilweise Elternteil verloren und in Zeiten wie diesen ist die Endlichkeit des Lebens irgendwie näher.
Auch an die Molly von der Romana hab ich gedacht. Ich kann ihren Schmerz sehr gut nachfühlen, ist der Tot vom Rico noch keine zwei Monate her. Aber dabei ist mir ein Gedanke gekommen. Die Molly war ein Hund von einem Vermehrer  und die Vrucinice haben sie und ich glaub zwei Geschwister gerettet. Also wie wäre es wenn es so gewesen wäre.
Der liebe Gott lässt die noch nicht geborene Molly zu sich kommen. Und er fragt sie. Molly du hast drei Möglichkeiten. Du bleibst in dem Land in dem du geboren wirst und erleidest ein ähnliches Schicksal wie deine Mutter. Zweitens du kommt zu einer Frau wirst Handtaschenhund und bekommst Geschmeide ohne Ende. Oder Drittens du kommst zu den Vrucinics, dann wirst du früher sterben und kommst wieder zu mir.
Und die Molly hat gesagt. Also keine Frage bei den Vrucinics, das ist der beste Platz den sich ein Hund wünschen kann und wenn ich dafür ein bissel früher wieder zu dir kommt, dass macht nix.
Und der liebe Gott hat gesagt, du bist ein  echter Rockstar und du weißt Only the good die young.
Und so geschah es. Die Molly hat das schönste Leben gehabt ,dass sich ein Hund wünschen kann und sie halt ein bissel früher gestorben als nötig. Aber ein Jahr bei den Vrucinics zählt doppelt so viel wie als Handtaschenhund und dreimal soviel wie ein Leben auf einer Zuchtstation. Also hat sie alles richtig gemacht. Nicht wie lang wir leben ist wichtig, sondern wie wir leben. Und tut mir leid Romana wenn du jetzt plärren musst, weil das wirst du, aber das ist normal. Ich hab heute ein Welpenfoto vom Rico gesehen und hatte wieder einmal Tränen in den Augen.















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