Donnerstag, 12. März 2020

Tage der Isolation:



Corona ist in aller Munde, aber ich hoffe nicht in meinen Schleimhäuten. Das heißt ich bin gesund. Ich hab nur ein Problem, wenn ich meine Sozialkontakte um 25 % reduziere, hab ich keine mehr weil ich eh kaum welche habe. Also kann ich diese Regelung nicht einhalten sonst müsst ich die beste Ehefrau von allen raushauen und wo soll sie hin oder wo soll ich hin. Die einzige Maßnahme die ich treffe ist, dass ich nach dem Einkaufen mir die Hände gründlich wasche. Sonst machen wir das was wir eh immer tun. Wir sind zu Hause oder im Garten ohne Sozialkontakte.
Aber ich gehe immer noch mit den Hunden in den Wald, aber da ist die Ansteckungsgefahr enden wollend, weil ich eh kaum wen treff, mit noch weniger Leuten sprich und das wegen der Hunde sowieso nicht ringend. Wenn ich die Gabi treffe winken wir uns aus der Ferne zu und unterhalten uns schreiend. Also wenn das Coronavirus mich nicht aus der Luft überfällt ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Die einzigen die noch Sozialkontakte haben sind meine Hunde, die begrüßen die Hunde wie das Hunde so tun. Die Georgie eigentlich nicht die drückt sich immer an den Hunden vorbei, ich glaube sie hat Angst vor Ansteckung.  Die Pauline nicht. So ich möchte jetzt nicht wehleidig klingen. Mein Leben ist in letzter Zeit wie meist im Winter eh Quarantäneähnlich. Die paar Einladungen die wir haben werden durch Urlaube Erkrankungen oder schwere Anfälle von Frühjahrsmüdigekeit oder Winterdepression bei unseren Freunden immer spärlicher. Und der Witz dran ich merks nicht, weil mir ist nie fad. Entweder ich hab irgendwas zu tun oder ich kann auch stundenlang meine Zehen beobachten. Wobei  das stimmt nicht weil meine Zehen in Schuhen stecken und ich mir deshalb nur die ewige Finsternis in der meine Zehen leben vorstellen kann. Aber was ich sagen will ich kann sehr gut gar nix tun ohne durchzudrehen. Und ich hab die Georgie und die Pauline, die Katzen die Hühner und die Enten. Also alles easy. Eigentlich wollte ich mich gerade schriftstellerisch ein wenig zurückziehen, weil ich gemerkt habe, dass meine Ergüssen in letzter Zeit wenig Interesse hervorrufen, was wahrscheinlich der intellektuellen und kreativen Ausdünnung meiner Ergüsse geschuldet ist. Aber ich hab mir gedacht, dass viele Menschen im Augenblick in ähnlicher Situation sind wie wir und es deshalb eine der wenigen Sozialkontakte die über die sozialen Medien sind und da vielleicht viele Horrormeldungen, Hasspostings und Fakenews nicht so prickelnd finden oder ihnen die Fotos von leeren Klopapierregalen fad werden, meine blöden Geschichten plötzlich wieder von Interesse, weil anders sind. So diesen Schachtelsatz könnte man jetzt bei der Deutschzentralmatura zur Satzanalyse verwenden und die meinsten würden daran scheitern wie ich damals. Ich habe es geschafft in einen zwanzig Wörter langen Satz fast 60 Fehler zu haben, war damals Schulrekord.
Nächste Woche gibt’s dann vielleicht ein völliges Ausgangsverbot, dann wird’s mit dem Spazierengehen eng, dann muss ich mit den Hunden im Garten im Kreis rennen. So das wars für heute, ich wünsch euch trotz Isolation genügend Kurzweil um die Tage zu überstehen, man kann ja auch was lesen und damit meine ich nicht meine Geschichten.

































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