Montag, 13. April 2020

13.04.2020 Was wäre wenn:



Ostermontag ist, das ist der Tag wo wir seit ewigen Zeiten unseren Brunch veranstalten. Aber heuer nicht. Ich habe mir überlegt ein Gedankenexperiment zu versuchen und den fiktiven nicht stattgefundenen Tag, dem aktuell real existierenden Tag gegenüberzustellen.
2 Uhr früh, ich erwache weil es draußen ziemlich schüttet: denk mir „ das haben aber irgendwie nicht angesagt!“ dreh mich um und schlaf weiter.
2 Uhr früh, ich erwache, weil es draußen regnet und kriege einen Nervenzusammenbruch: „ Die Oarschlöcher, die ganze Zeit sagens dass Wetter hält bis mindestens Nachmittag und jetzt das!, diese Trotteln“ Ich versuche wieder einzuschlafen, was mir aber erst nach einer Stunde wieder gelingt. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen.
6 Uhr 30 die Hühner und Enten machen einen Kravall. Ich lass sie raus, stelle fest, dass man vom Regen nix mehr sieht und geh wieder schlafen und das bis fast neun.
6 Uhr 30 selbe Prozedur, nur geh ich nicht mehr schlafen, weil wir zwar bis spät in die Nacht gekocht haben aber gewisse Dinge jetzt zu erledigen sind und so ab halb elf die ersten Gäste kommen.
8 45 ich bin der Meinung jetzt könnten wir langsam aufstehen, die beste Ehefrau schläft noch. Frühstück ist angesagt.
8 45 jetzt ein schneller Kaffee, weil fast alles ist fertig, scheiße ich hab vergessen das Brot aus der Gefriertruhe zu nehmen.
9 Uhr bis zehn Uhr gemütlich Frühstücken, die Oleander betüteln, mit meiner Tochter videotelefonieren und meiner Enkelin beim Unsinn machen zuschauen.
9 Uhr bis zehn Uhr draußen die Tische decken und alles herrichten, ich blase aus dem letzten Loch.
10 Uhr ich glaub jetzt ist es an der Zeit für eine kleine Runde mit den Hunden.
10 Uhr Getränke herrichten Rotwein, Weißwein, Cava, Aperol, die Buffets aufbauen. Oida ich bin fertig, keine Minute zu Früh, die ersten Gäste kommen. Durch das nicht mehr verstummende hysterische Bellen der Hunde ist mir bewusst sie kommen Wellenweise. Getränke verteilen, anstossen selber trinken.
11 30 Der Spaziergang war sehr schön und ruhig, den Hunden hats gefallen, hab eine Schlüsselblume fotografiert. Hunde haben gebadet und stinken nach Modder.
11 30 Alle Gaste sitzen bei Tisch und essen als hätten sie die letzten vierzig Tage wirklich gefastet. Ich habe einen Spitz, weil ich nix gegessen aber einiges getrunken habe. Mittlerweile bn ich tiefenentspannt und esse im stehen Fingerfood, damit ich 12 Uhr überlebe. Sitzplatz hab ich irgendwie keinen, weil ich wieder einmal die Anzahl der Gäste unterschätzt habe, is Wurscht ich amüsiere mich königlich, nur die Füss tun mir weh. Dazwischen fülle ich Essen und Getränke in die Kehlen meiner Gäste.
12 ein kleiner Snack wäre angebracht, es gibt geräucherte Hendlhaxn mit Dill und Currysauce auf Toast. Den Hunden hats auch geschmeckt.
Nachher les ich die Zeitungen von gestern, die ich erst heute geholt habe.
14 30 Die ersten Leute gehen wieder, jetzt hab ich endlich einen Sitzplatz und einen beträchtlichen Rausch, alles ist Leiwand.
14 30 Nachdem ich die Rosen zurückgeschnitten habe ist jetzt Kaffee an der Reihe, dann bearbeite ich meine Fotos und schreibe meine Geschichte, ich werde sie „was wäre wenn nennen“.
15 00 Uhr: Ich esse Reste vom Buffet und vor allem auch Schokotarte, die meine Tochter mitgebracht hat. Mein Alkoholkonsum wird verlangsamt, weil ich von Cava auf Rotwein umsteige und langsamer trinke. Ein leichtes Magendrucken macht sich durch die zu schnell genossenen Lebensmittel bemerkbar.
15 00 Uhr. Ich schreib immer noch an meiner Geschichte.
17 00: Die letzten Gäste verlassen unseren Brunch, ich fang mit der besten Ehefrau von allen mit den Aufräumungsarbeiten an, der zweite Geschirrspüler läuft, zwei werden noch folgen. Wir haben wieder einmal viel zu viel gekocht und schwören uns(vergeblich) beim nächsten Mal weniger zu kochen. Zu Essen haben wir jetzt für mindestens fünf Tage.
1700 Uhr. Langsam wird’s Zweit die Hunde zu füttern und rein zu gehen, dort wartet der Fernseher und mein Ebook auf mich.
1900 Es beginnen sich die ersten Symptome eines Katers einzustellen, ich schlafe erschöpft auf meinem Sofa während der Nachrichten ein. Verdammt ich hab vergessen die Hunde zu füttern.
1900 Uhr Abendessen es gibt Reisfleisch. Nachrichten und Tatort geguckt und gelesen.
2145 Uhr ich wach mit bleiernen Schädel aus meinem Fernsehschlaf auf, wecke die beste Ehefrau nehme eine Kopfwehtablette und wir gehen ins Bett.
21 45 Wir schauen uns noch die Nachrichten an und gehen ins Bett.
Also gesünder ist die heurige Alternative, aber nächstes Jahr lassens wir wieder krachen und wer non et gspieben hat, das kann koa Guata sein.





























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