Montag, 12. August 2019

Das Kreuz mit dem Kreuz:



Heut in der Früh hab ich beschlossen den Rasenmäher meiner Mutter zu reparieren. Der Vergaser war nicht richtig eingestellt und ich hab mir gedacht, damit ich mein Kreuz entlaste und nicht auf allen Vieren herumkräulen muss stell ich ihn auf ein Bankel. An und für sich eine gute Idee, aber beim Raufheben hab ich mir erst recht das Kreuz verrissen. Gut der Mäher läuft wieder, ich eher nicht. Trotzdem hab ich mich entschlossen den täglichen Spaziergang mit den Hunden und der Pauline nicht auszulassen. Ich hab mich an eine Geschichte erinnert die von meinem Schwiegervater und seinem Enkel handelte. Mein Sohn war mit ihm im Bad und er wollt rutschen, mein Schwiegervater eher nicht. Mein Sohn hat ihn nur gefragt:“hab ich jetzt einen Opa oder hab ich keinen?“ und schon ist er gerutscht. Dieselbe Frage hat mir die Pauline gestellt:“ Hab ich jetzt ein Herrl oder hab ich keines“. Die beste Ehefrau hat sie netterweise angeleint und ich hab mich mit den Dreien geschlichen. Schleichen ist der richtige Ausdruck, weil sich das Kreuz immer wieder verkrampft hat. Da ich also gehmäßig nicht voll leistungsfähig war hab ich mich für einen ebeneren Weg entschieden und der geht am Pappelteich vorbei, das weltberühmte Biotop Mauers. Früher ein Löschteich, dann verlandet wider ausgebaggert und in den letzten Jähne irgendwie renaturiert, so dass es besser Pappelsumpf heißen sollte. Also ich geh mit den Hunden am linken Eck vorbei, die Pauline betrachtet das verlandete Eck und hupft hinein. Jetzt ist es aber so, dass durch die Trockenheit des Sommers dort kein Wasser ist und der Rand über sechzig Zentimeter hoch ist. Die Pauline hüpft da unten herum und versteht nicht das ich hyperventilier. Bis zur Hälfte ist sie vollkommen schwarz, aber das ist mir wurscht. Ich weiß ganz einfach nicht was der Sumpf trägt und selber hineinsteigen geht gar nicht. Ich würde wahrscheinlich wie eine Kuh in einer Senkgrube von der Feuerwehr herausgeholt werden müssen.  Man kann auch nicht an das andere Ufer gelangen, weil jetzt in der Mitte so eine Art Insel ist und der Teich nur mehr für Frösche geeignet. Ist. Wenn man denkt, dass nach dem Krieg die Russendort gebadet haben, kaum zu glauben. Aber auch ich hab ihn noch so gekannt. Also hau ich mich auf den Bauch lock die Pauline und heb sie raus. Jetzt musste ich noch aufstehen. Gar nicht so leicht. Die Pauline hat nicht gemerkt, dass sie sich in irgendeiner Gefahr befunden hat und auch meine Erklärung, dass es blöd sei wo hinein zu hüpfen wo man selber nicht mehr raus kann hat sie mit den Worten abgetan: „ Hab ich jetzt ein Herrl, dass mich beschützt oder hab ich keines“. Ihr merkt meine Kommunikation mit der Pauline funktioniert immer besser, seit dem sie den starken Schweizer Akzent abgelegt hat. Wir haben den Spaziergang dann fortgesetzt nur hatte ich jetzt zwei schwarz markene und eine gelbe Hündin. Gott sei Dank waren die schwarzen Füße  und der schwarze Bauch am Ende Spazierganges schon wieder Vergangenheit. Bei meiner Hose hats nicht geklappt. Am Ende des Spazierganges war ich schon sehr langsam unterwegs eh scho wissen das Kreuz. Jetzt sitz ich da die Hunde schlafen und ich hab mich mit Medikamenten zugedröhnt(Schmerzmittel und Muskelrelaxans) und wart das ich ohnmächtig werde. Vielleicht schaff ich noch ein paar Fotos oder…

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