Montag, 19. August 2019

Die Zuchtstätte:



Die Britta wollte von mir wissen wie meiner Meinung nach eine Zuchtstätte aussehen müsste. Also da gibt’s Vorgaben vom ECA. Die kann man nachlesen. Bei den Deutschen sind sie genauer ausgeführt, aber das Ziel ist das gleiche. Die Britta stößt sich an dem Begriff Hobbyzucht. Ich nicht. Ich könnte genügend von ihrem Hobby begeisterte nennen die sich auf ihrem Fachgebiet besser auskennen als studierte. Aber gut Professionalität ist nicht Kommerzialität. Als  Geschäftsmodell ist die Zucht, wie wir sie betreiben keine Option. Soll es auch nicht.
Also was tun wir. Wir haben Haus und Garten ist schon mal gut. Die Hündin und die Welpen sind immer bei uns. In der Nacht in der Nachtwurfkiste und unter Tags in der Tages oder Hauptwurfkiste. Hauptwurfkiste deshalb, weil der Geburtsvorgang wegen des Platzes hier geplant ist. Das mit der Planung is so a Gschicht. Die Isi wollte die Welpen entweder im Garten oder unterm Bett bekommen und nur viel Überredungskunst und Streit zwischen der besten Ehefrau und mir haben sie dann bewogen doch in der Hauptwurfkiste niederzukommen. Das sind übrigens Sachen die unserer Schrulligkeit geschuldet sind.
Unser erster Wurf im letzten Jahrtausend war noch im Schlafzimmer. Unter Tags waren die Hündin und die Welpen auch dort um Ruhe zu gewährleisten. Aber die Hündin wollte das nicht, war unzufrieden uns quengelig, bis ich eine zweite im Wohnzimmer gebaut habe und seither ist Ruh.
Nach vier Wochen ist dann Freigang angesagt und dafür braucht man einen Garten. Entweder er ist bei der Wohnung dabei, wenn nicht muss man die Welpen in einen bringen, was suboptimal und anstrengend ist, aber nicht unmöglich. Was gar nicht geht sind reine Wohnungswelpen zumindestens bei Eurasiern. Ist der Garten klein gut dann ist er naher hin ist er groß muss er unterteil werden, weil auf mehreren 100 Quadratmetern muss man lange suchen bis man alle findet. Und dann scheiden sich die Geister, die einen meinen die Welpen brauchen Spiel und Turngeräte, die anderen nämlich ich meinen Natur tuts auch, also Hühner Katzen Vögel Mäuse, und was die Natur so hergibt Holzstöcke, Blätter, verlorene Welpen aus dem vorigen Wurf ect. Da mir die Streiterei mit den weisen Frau mittlerweile zu nervig ist kriegen sie aus Turngeräte, wie Wippbrett, Bällchenbad und die üblichen Welpenspielsachen, die man so hat wie Stofftiere, Gummiviecher die nicht laut quietschen sollen und den ganzen Schas den man in der Tierhandlung findet.
Also da ists bei uns manchmal schon sehr chaotisch. Hygiene ist wichtig, Ordnung unmöglich außer Kontrollorgane kommen. Dann sollts zu mindestens einigermaßen ausschauen.
Also so schaut meine Zuchtstätte aus, ob sie Anklang findet ist mir wurscht, mir gefällts und den Welpen auch. Und das ist die Hauptaussage. Der Züchter und seine Tiere müssen sich wohlfühlen und die Welpen dürfen keineswegs in irgendeiner Art gefährdet werden. Und da fällt mir eine Geschichte ein unser vorletzter Wurf, die sieben Zwerge waren ein Sommerwurf. Irgendwann haben die Isi und die Welpen sich entschlossen die Nacht draußen zu verbringen. Es war eine Tropennacht und die Terrasse ist 10 m von unserem Schlafzimmer entfernt, außerdem ist sie überdacht, nur Bett gibt’s keins sonst hätten wir auch draußen geschlafen. Am nächsten Tag telefoniere ich mit einer der weisen Frauen, die alle in eher ländlicher Umgebung wohnen und die hat besorgt gefragt:“Hast du keine Angst das sich der Uhu eins holt“. Erst hab ich an den Kleber gedacht und nicht an den Greifvogel. Dann hab ich aber geantwortet:“Du wir leben in Wien, da gibt’s Uhus nur in Schönbrunn und außerdem sind die Aurelia und die Isi bei ihnen, da muss der Vogel schauen das ernicht als Frühstück für die Welpen auf dem Teller landet. Also wenns Uhus in eurer Gegend gibt dann nur in menschlicher Begleitung im Freien schlafen lassen.

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