Montag, 12. August 2019

Paulines Welpentagebuch ein weiteres Kapitel:



Also jetzt sind einige Tage ohne Welpeninfos verstrichen, also fasse ich mal zusammen. Pauline ist mittlerweile geimpft und entwurmt, ohne besondere Vorkommnisse. Sie wiegt mittlerweile über sieben Kilos und entwickelt sich weiter prächtig. Sie ist ein typischer Eurasier, dass heißt Besuchern gegenüber am Anfang misstrauisch, aber die Neugier und der unstillbare Hunger auf Leckerlis macht sie schnell zugänglicher. Beim Spazierengehen bellt sie jetzt immer wenn uns jemand entgegen kommt, hört aber schnell wieder auf. Sie geht relativ brav an der Leine, aber braver geht sie ohne. Und so sind wir schon im medias res beim heutigen Spaziergang. Konditionstechnisch könnt sie schon die normale Runde gehen, aber ich geh mit ihr woanders. Wo es weniger steil ist und ein bissel kürzer ist der Weg auch. Problematisch sind die Rückhaltesysteme für die Pauline, weil sie mag eigentlich kein Geschirr und außerdem ist das problematisch, ich hab nämlich zwei. Das normale Welpengeschirr, dass mich beim Anlegen in den Wahnsinn treibt und ein Huntergeschirr für nordische Hunde. Das ist angenehmer zum anlegen, hat aber auch einen Haken. A) die Pauline mags nicht B) die Monika mags auch nicht. Zur Erklärung der Pauline ist es Wurscht welches Geschirr sie an hat, sie mag beide nicht. Also werde ich ehe baldigst wie bei allen meinen Welpen auf Halsband umsteigen. Problem die Pauline mag auch das nicht, weil sie ein FKK-Hund ist. Heute hat sie das normale Welpengeschirr und ein Halsband getragen, mit überwältigem Erfolg. Sie ist sofort in den Teich ins Schilf und wollte sich beides abstreifen, was ihr nicht gelang. Aber das Geschirr war nachher irgendwie verdreht und so grauslich, das ich es runtergenommen habe. Das hatte zur Folge, dass meine Hose nass wurde weil ich es irgendwo unterbringen musste. Die Pauline hat dann nur mehr mit dem Halsband gekämpft aber es nicht runter bekommen obwohl sie sich gerollt hat, Purzelbäume geschlagen hat und in jedem Unterholz verschwunden ist. Es hält also relativ gut bis die Pauline das mit dem Rückwärtsgang rausbekommt. Es hat nämlich einen Stopp und ist keines das eng anliegt. Ich hab sie ein bisschen an der Leine geführt, natürlich ohne jeglichen Zug, das hat gut geklappt, aber meist ist sie ja sowieso ohne Leine unterwegs. Das geht dort wo ich mit ihr geh. Da geht’s nur ums gewöhnen nicht ums folgen. Ich folg ihr eh. Ist halt typisch Montessori. Ich ma ja auch keine Kravatten, aber manchmal muss ich sie halt tragen.  Und in ein paar Wochen ist sie sowieso groß genug fürs Halsband und dann hab ich meine Ruh. Bis dahin werden wir nur ein bissel üben, wobei Sitz kann sie schon wirklich gut und kommen tut sie auch, außer ich hab ein Halsband oder ein Geschirr in der Hand. Irgendwie hat das mit der Verknüpfung, Halsband oder Geschirr ist Spaß noch nicht geklappt. Aber immer hin hat sie heut schon versucht allein ins Auto zu kommen, aber dafür ist sie noch zu klein, also musste ich den  Dreckspatz einheben und dreckig war sie weil die Panier hat sie am Rückweg aufgefrischt. Jetzt liegt sie zu meinen Füßen und schläft nach zwei Mahlzeiten und träumt von weiten Wiesen und dunklen Mooren und dem herrlichen Gefühl fast schwarz zu sein, hat übrigens die Aurelia auch gemacht.

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